• Organisatoren und Unterstützer

    Die Tagung baut auf das Engagement und die Zusammenarbeit zahlreicher Partnerorganisationen und Netzwerke.

  • Mitglieder des Tagungskomitees

    Karsten Altenschmidt (Universität Duisburg-Essen), Holger Backhaus Maul (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Barbara Buchenau (Universität Duisburg-Essen), Claudia Fahrenwald (Pädagogische Hochschule Oberöstreich), Karl-Heinz Gerholz (Universität Bamberg),Jörg Miller (Universität Duisburg-Essen), Ulrich Schrader (Frankfurt University of Applied Sciences)

    Mitglieder des Organisationskomitees

    Karsten Altenschmidt (Universität Duisburg-Essen), Mayannah Dahlheim (Universität Duisburg-Essen), Tanja Kohn (Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung), Jörg Miller (Universität Duisburg-Essen), Francine Poschmann (Universität Duisburg-Essen)

  • Tagungsthema

    Hochschulen in der Gesellschaft

    Eine der spannendsten und voraussetzungsreichsten Zielaufgaben akademischer Arbeit der Gegenwart ist der dialogische Wissenstransfer zwischen Hochschule und Zivilgesellschaft; eine Zusammenarbeit, die exemplarisch „Kohäsion im Heterogenen“ ermöglicht. So weist der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Peter-André Alt, jüngst darauf hin, dass in regionale und internationale Kontexte eingebettete Hochschulen in ihrer kommunikativen Verfasstheit als „Vorbild“ dienen „für eine Gesellschaft, die Kohäsion anstrebt und Vielfalt bewältigen muss“.[1]Hierbei ist die Geschichte der Hochschulen in der Gesellschaft auch eine Erfolgsgeschichte von Lehr-, Lern- und Forschungsmethoden wie Service Learning, Community-Based Research und Community Outreach. Es ist bemerkenswert, wie schnell und an wie vielen Standorten hier Neues entwickelt und Bestehendes integriert werden konnte, auch wenn die Beforschung der genannten Methoden im deutschsprachigen Raum, sowohl aus dem Blickwinkel wissenschaftlicher „Wirkungsmessung“ als auch aus konzeptioneller, hochschul- wie gesellschaftspolitischer Perspektive bislang hinter der operativen Umsetzung zurückgeblieben ist.

    In den zehn Jahren seit Gründung des „Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung“ HBdV e.V. ist zugleich deutlich geworden, dass über eine konzeptionelle Perspektive hinaus auch auf die Vorstellungen, Strukturen und Handlungen zu schauen ist, die in die Methoden des engagierten Lernens und Forschens eingebettet sind. Konzepte wie „Third Mission“, „Wissenstransfer“ oder „Transformative Wissenschaft“ versuchen das Verhältnis zwischen Hochschule und Gesellschaft näher zu bestimmen und Campus-Community-Partnership-Ansätze im Leistungsspektrum von Hochschulen zu verorten.

    Wenn spezialisiertes Wissen einen Expertenkreis verlassen und in andere Bereiche transferiert werden soll – eine der Aufgaben öffentlicher Hochschulen –, bedarf es zumeist einer kommunikativen Übersetzung, um anschlussfähig zu sein. Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Gesellschaft kann deshalb als dialogische Übersetzungsarbeit verstanden werden – mitsamt den einhergehenden Ungenauigkeiten, Verschiebungen, Missverständnissen und Herausforderungen.

    Solche Übersetzungsarbeit erfolgt immer vor dem Hintergrund der eigenen Kultur, Sprache und Denkmuster. Auf Kooperation von Hochschulen und Gesellschaft angewendet: Wenn zivilgesellschaftliche Praktiken, Bedarfe und Entwicklungen aufgegriffen werden, übersetzen Hochschulen diese für sich. Gleiches gilt für wirtschaftliche und politische Zusammenhänge (z.B. Förderprogramme). Zielgerichtete Dialoge, z.B. über Erwartungen und Bedingungen zu führen, ist somit eine fortwährende Anforderung an alle beteiligten Akteure.

    Die Tagung beabsichtigt, gelungene Beispiele des Wissenstransfers zwischen Hochschulen und Gesellschaft aufzuzeigen, die Stellung von Hochschulen in ihrem jeweiligen gesellschaftlichen Kontext zu thematisieren, die Rahmenbedingungen und die Fördermöglichkeiten für die Stärkung der benötigten wissenschaftlichen Methoden zu eruieren und mit Wissenschaftler*innen und Akteure*innen aus dem HBdV, aus Wissenschaftspolitik, aus dem Wissenstransfer zu diskutieren, um herauszuarbeiten, wie Hochschulen ihre Funktion in der verantwortungsvollen gesellschaftlichen Zusammenarbeit angemessen ausfüllen können.

    Als Veranstaltung des HBdV fokussiert die Fachtagung auf die Rolle von Service Learning und ähnlicher Formen von Campus-Community-Partnerschaften in besonderer Weise, begrüßt darüber hinaus aber auch ausdrücklich Beiträge zum Wissenstransfer zwischen Hochschule und Gesellschaft in anderen Formaten und Logiken.

    Zentrale Leitfragen sind:

    Wie lässt sich die gesellschaftliche Verantwortung von Hochschulen präzisieren und operationalisieren? Wie ist der Wissenstransfer zwischen Gesellschaft und Hochschulen zu gestalten? Wie, mit welchen Zielen, Absichten und mit welchen Ansätzen und Methoden gestalten Hochschulen ihre Aktivitäten zum Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse, Produkte und Leistungen? wie die Schnittstellen zu außeruniversitären, zivilgesellschaftlichen bzw. gemeinnützigen Kooperationspartnern?

    Ziel der Tagung ist es,

    • die strategischen Entwicklungen im Bereich Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Gesellschaft aufzuzeigen und zu beleuchten,
    • eine Bestandsaufnahme der Forschung zum Themenfeld Service Learning als Beispiel des Wissenstransfers zu generieren sowie
    • Umsetzungsarten in Disziplinen und Hochschuleinrichtungen exemplarisch dazustellen

     

     

    [1]Peter-André Alt, „Eine neue Idee der Universität.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung(04.03.2019). https://www.faz.net/-in2-9khji

  • Call for proposals

    Wir freuen uns über Ihre Beiträge

    Themenfeld Transferpraxis

    Struktur und Good Practices des Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Gesellschaft. Service Learning, Community Outreach, Community-Based Research an Hochschulen

    In diesem Schwerpunkt werden Beispiele erfolgreicher Strukturentwicklung zur Förderung gesellschaftlichen Transfers sowie innovative Einzelbeispiele guter Praxis des Wissenstransfers in Lehre und Forschung für gesellschaftliche Verantwortung gesucht. Dabei sollen ausdrücklich Beispiele betrachtet werden, die studentisches Lernen/Forschen integrieren und auf eine Kompetenzentwicklung bei Studierenden abzielen.

    Vertiefende Betrachtungen können zudem in besonderer Schwerpunkte (z.B. Gestaltung von Reflexion, Einbezug von Partnerorganisationen, Evaluationsverfahren) erfolgen. Die Veranstalter freuen sich über die Darstellung von Bezügen zu den jeweiligen Transferstrategien der Hochschule.

    Darüber hinaus ist die Vorstellung innovativer Werkzeuge und Instrumente im Bereich des gesellschaftlichen Transfers willkommen. Beiträge sind aus disziplinären und interdisziplinären Zusammenhängen von Hochschulen, aber auch aus den Bereichen Wissenschaftsmanagement, Strukturförderung sowie von hochschulexternen Akteuren gewünscht.

    Erfolgreiche Einreichungen zu diesem Themenfeld beschreiben klar und nachvollziehbar ihre Besonderheit, ihren Innovationsgrad und/oder ihren Bezug zu den u.a. Schwerpunkten.

    Themenfeld Forschung

    Service Learning and Civic Engagement in HEI: State of the Art der deutschsprachigen Forschung

    Im US-amerikanischen Raum ist die Forschung zu Service Learning und Civic Engagement bereits seit langem etabliert. Im deutschsprachigen Raum sind die Forschungsaktivitäten hierzu erst seit wenigen Jahren stärker zu beobachten (u. a. Reinders 2016, Gerholz, Backhaus-Maul, Rameder 2018). Intention der AG Forschung auf der Jahrestagung des Hochschulnetzwerkes ‚Bildung durch Verantwortung’ ist es, eine Strukturierung und Systematisierung der Forschungsaktivitäten zu Service Learning und Civic Engagement im deutschsprachigen Raum vorzunehmen.

    Service Learning als didaktisches Format geht der Frage nach, wie die Zivilgesellschaft in Prozesse des Lernens und Lehrens eingebunden werden kann. Traditionell ist aus Forschungsperspektive hiermit die Fragestellung der Kompetenzentwicklung von Studierenden durch Service Learning verbunden. Darüber hinaus sind aber auch Aspekte der didaktischen Gestaltung, der Qualifizierung von Lehrenden oder die strukturelle Einbettung von Service Learning in Studiengängen verbunden.

    Civic Engagement als gesellschaftspolitischer Diskurs fokussiert die Verbindungen zwischen Hochschule und Gesellschaft und zielt stärker auf die Mesoebene. Themenbereiche sind hierbei u. a. Hochschulentwicklungsaspekte (z. B. Strategien, Leitbilder, Mission Statements), Rollen und Aufgaben zwischen Zivilgesellschaft und Hochschulen (z. B. Wissenstransfer vs. kooperative Wissensproduktion), organisatorische Umsetzungsmöglichkeiten von Kooperationen sowie theoretische und empirische Arbeiten zur Konstitution von Zivilgesellschaft und der Organisation Hochschule.

    Im deutschsprachigen Raum haben sich zunehmend englischsprachige Begrifflichkeiten wie z. B. Service Learning, Civic Engagement oder Community Engagement etabliert, wozu genaugenommen deutschsprachige Bezeichnungen und damit verbundene Konzepte und Theorien erst noch gefunden werden müssen. Hiermit zeigt sich die Relevanz theoretischer-konzeptioneller Forschungsarbeiten, welche eine ‚Übersetzungsleistung’ zwischen den deutsch- und englischsprachigen Diskussionen.

  • Beitragsformen

    Impulsforum Einzelbeiträge (30 min)

    Sie präsentieren Ihren Impuls im Rahmen von 20 Minuten. Anschließend stehen 10 Minuten für offene Fragen und die Diskussion zur Verfügung. Die Einzelbeiträge werden in thematisch affinen Tracks zusammengestellt. Die Tracks haben eine Moderation. Entscheiden Sie sich bei Ihrer Einreichung für einen der thematischen Schwerpunkte.

    Diskurswerkstatt (90 min)

    In einer Diskurswerkstatt können Sie ein gemeinsames Thema aus mindestens zwei und höchstens vier Beiträgen und Perspektiven beleuchten, diskutieren und vertiefen. Diskurswerkstätten lassen genug Raum für die gemeinsame Diskussion und Erarbeitung von Ergebnissen.

    Hacks und Ideen (15 min)

    Sie haben Fragen oder Herausforderungen aus dem Bereich des gesellschaftlichen Transfers mit spielerischen und/oder innovativen Lösungen bearbeitet, typische Ansätze auf den Kopf gestellt und neue Ideen entwickelt. Dann freuen wir uns auf Beiträge in einem Format, welches die Kultur des Hacking aufgreift und die Kultur der Hochschule von innen heraus weiterentwickelt. Je nach Idee sind passende kreative Darstellungsformen erwünscht (haptische Modelle, Video, Prototype, Storytelling etc.) Die Einzelbeiträge werden zu Sessions zusammengeführt.

    Poster

    Alle als Poster eingereichten Beiträge werden im Rahmen der Tagung in einer Galerie ausgestellt.

    Bitte reichen Sie bei Interesse ein oder mehrere Voll-Abstract(s) mit jeweils 2500 Zeichen ein. Zur inhaltlichen und formalen Gestaltung Ihres Voll-Abstracts nutzen sie bitte unser Template. Das Upload sollte als PDF im Einreichungsprozess erfolgen. Bitte bereiten Sie zudem ein Kurz-Abstract im Umfang von 500 Zeichen vor. Dieses Kurz-Abstract kann Teil Ihres Voll-Abstracts sein oder unabhängig von diesem formuliert werden und sollte Ihren geplanten Beitrag inhaltlich treffend beschreiben, da es zur Erläuterung der Vorträge im Tagungs-Programm gedacht ist. Alle Einreichungen erfolgen über das Konferenztool

    Einreichungsschluss: 1. Juni 2019

  • Tagungsort Essen

    Das Herzstück des Ruhrgebiets...

    Die Stadt Essen ist eine Stadt mit über 1160 Jahre wechselvoller Geschichte und hat viel zu...
  • Videos

    Hier finden Sie eine Auswahl von Videos vergangener Tagungen

    Hochschule der Zukunft - Jahrestagung 2017

  • Lehre. Forschung. Gesellschaft. - Jahrestagung 2015

  • Kontakt

    Tagungsbüro
    Universität Duisburg-Essen
    UNIAKTIV - Institut für Optionale Studien
    Universitätsstr. 2
    45141 Essen
    Montag bis Mittwoch
    10 - 16 Uhr
    +49 201 1832220
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